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Home > Blog > Leitfäden zur globalen Geschäftsexpansion > Warum hat China zwei Währungen? Eine kurze Geschichte der Währung Chinas.
China spielt bei der Währung nicht ganz nach den üblichen Regeln: Während die meisten Länder mit einer Währung auskommen, hat China zwei. Beide werden als Yuan oder Renminbi bezeichnet und nutzen dieselben Geldscheine, was zunächst verwirrend wirkt. Trotzdem haben sie einen unterschiedlichen Wert.
Den Unterschied macht der Ort der Abrechnung. Die ISO-Codes CNY und CNH geben den Hinweis: CNY wird auf dem chinesischen Festland verwendet, CNH im internationalen Handel.
Chinas Währung heißt offiziell Renminbi (RMB). Yuan ist die Rechnungseinheit, in der gezählt wird, vergleichbar mit „Euro“ als Währung und einem Betrag „in Euro“. Im Alltag werden Renminbi und Yuan austauschbar verwendet. Je nachdem, wo eine Zahlung abgerechnet wird, trägt die Währung zusätzlich einen von zwei ISO-Codes: CNY für den Handel auf dem chinesischen Festland, CNH für den Handel außerhalb, etwa über Hongkong.
Die offizielle Bezeichnung der chinesischen Währung ist Renminbi, was auf Mandarin „Währung des Volkes“ bedeutet. Der Yuan ist die eigentliche Rechnungseinheit, in der gezählt wird. Beide Begriffe werden im Alltag austauschbar verwendet. Ausgegeben wurde die Währung erstmals 1948 von der People’s Bank of China.
Bevor China zum heutigen Industrie- und Wirtschaftsgiganten wurde, war die chinesische Wirtschaft relativ geschlossen, und der Umtausch in internationale Währungen unterlag strengen Einschränkungen. Die chinesische Regierung wollte die Kontrolle über das im Umlauf befindliche Geld behalten und begrenzen, wie viel Kapital das Land verlassen konnte.
Mit Chinas Wachstum als Zentrum der Herstellung und industriellen Arbeit Ende der 1990er- und in den 2000er-Jahren floss zunehmend Geld ins Land, vor allem aus dem Westen. Um diesen Handel abzuwickeln, ohne die Kontrolle über die Inlandswährung aufzugeben, wurde eine Parallelwährung geschaffen, abgerechnet über Hongkong: Ab 2004 konnten Banken dort CNH als Handelswährung nutzen.
Der wichtigste Unterschied liegt in den Vorschriften und Beschränkungen, denen beide Varianten unterliegen. Transaktionen in CNY sind reguliert und beschränkt, CNH ist frei handelbar.
Der lokale Wert des CNY wird weiterhin von der People’s Bank of China gesteuert, während sich CNH wie die meisten anderen Währungen über Angebot und Nachfrage bildet. Das kann zu unterschiedlichen Kursen führen: An einem beliebigen Handelstag kann die Offshore-Variante CNH von den Märkten höher oder niedriger bewertet werden als die Onshore-Variante CNY auf dem chinesischen Festland.
Wie groß dieser Unterschied ausfällt, hängt vor allem von der Liquidität ab, also davon, wie leicht Händler an die Währung gelangen, sowie von saisonalen Schwankungen rund um das chinesische Neujahr. Will die chinesische Regierung Einfluss auf die Märkte nehmen, geschieht das über CNY.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung oder sonstige professionelle Beratung dar.
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